Freitag, 26. Oktober 2007

Die Herbstferien nahen... Juhuuu!

Während in Österreich heute Feiertag ist, sind wir hier in Frankreich natürlich fleißig. Aber auch wir kommen nicht zu kurz: Kommende Woche haben wir ab Mittwoch (inklusive) Herbstferien!!! Viele der französischen Studenten fahren über Allerheiligen nach Hause und da die Heimreise in Frankreich bei dem einen oder anderen wahrscheinlich ein bisschen länger dauert als in Österreich, haben wir schon ab dem 31. Oktober frei. So ein Pech aber auch - wir würden eigentlich ja viel lieber an die Uni gehen... ;-)

Die Ferienplanung ist quasi schon perfekt: Sabrina, eine Freundin von mir, kommt mich in Paris besuchen, und zwar schon ab Sonntag oder Montag!!! Sie war mit mir in der Tourismusschule, studiert in Passau und macht zurzeit ebenfalls ihr Auslandssemester, in Limoges (im westlichen Herzen von Frankreich). Nach ein paar schönen Tagen in Paris werde ich mit ihr nach Limoges fahren und einmal außerhalb der Metropole franzöische Luft schnuppern (es heißt ja immer, Paris ist nicht Frankreich, Paris ist Paris - und das glaube ich sofort!) Ich freue mich jedenfalls schon sehr - in erster Linie auf ein Wiedersehen mit Sabrina, aber natürlich auch auf einen Tapetenwechsel, in ländlichen Gefilden! (ach, so toll die Stadt auch ist, ich fürchte, ich bin und bleibe doch ein Landei...)

Wie das während meines "Urlaubs" mit dem Blog weitergeht, weiß ich leider noch nicht - ich kann für nichts garantieren und bitte um eurer Verständnis! Dafür gibt es nachher umso mehr Fotos... Für den Fall, dass wir uns nicht mehr lesen (oder vielmehr ihr mich nicht mehr lest): Euch auch einen schönen Feiertag oder vielleicht sogar ein tolles zweites verlängertes Wochenende!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Endlich wird uns warm ums Herz!

Nachdem wir in den letzten Wochen unsere Abend bei einer Zimmertemperatur von 14°C (!!!) zugebracht haben, ist nun endlich das Eis gebrochen: DIE HEIZUNG GEHT!

Das Ganze war so: Obwohl uns Thomas ja die Heizung nach Anraten unseres Vermieters Herrn Maurer entlüftet hat, ging sie trotzdem nicht. Der strahlende Sonnenschein trug leider auch nichts zu der Erhöhung unserer Raumtemperatur bei - kalt ist es in der Nacht ja trotzdem. Jedenfalls haben wir das Nicht-Funktionieren der Heizung auf eine zentrale Anlage zurückgeführt, die noch nicht in Betrieb ist. Irgendwann beschloss ich endlich, nicht mehr mit Socken schlafen zu wollen (ich kann das nämlich gar nicht ausstehen) und fragte die Nachbarin, ob ihre Heizung denn funktioniert. "Ja, die läuft individuell.", so ihre Antwort. Na toll! Also, am Abend gleich den Vermieter angerufen und nachgefragt. Nach irgendwelchen komplizierten Anweisungen haben wir uns dann auf die Suche nach dem Schalter gemacht und Gott sei Dank auch gefunden! Endlich, das Frieren hat ein Ende - der Winter kann kommen! Und jetzt brauchen wir auch nicht mehr das (Gas-)Backrohr einzuschalten, um unsere Finger zu wärmen...

Sightseeing im Detail

Montag frei und schönes Wetter – was mache ich? Natürlich wieder unterwegs quer durch die Stadt.

Wie zum Beispiel im fast schon ländlichen Stadtteil Buttes-aux-Cailles im Süden von Paris. Es gibt doch Einfamilienhäuser in dieser Metropole…




Nächster Stopp: Viaducts des Arts in Richtung Place de la Bastille – aber nicht entlang der Viaduktbögen, in denen sich stilvolle Handwerksgeschäfte befinden, sondern DRAUF, nämlich auf der Promenade Plantée, die nahe an den Häusern vorbei oder manchmal quasi durch sie durch verläuft… Und Blumen in Hülle und Fülle (gemessen an der Jahreszeit)! - heißt ja auch "plantée", also bepflanzt, begrünt.




Weiter ging es in den äußersten Westen, noch mal zu La Défense, aber dieses Mal von der anderen Seite:




Ich sage es ja ungern, aber hoffentlich wird das Wetter nur ein bisschen schlechter. Dann kann ich mir nämlich ohne schlechtes Gewissen einen gemütlichen Tag zuhause machen und einfach ein bisschen lesen. Aber da Paris ja doch noch ein paar unentdeckte Seiten hat, muss ich einfach raus und rein ins Vergnügen...

Dienstag, 23. Oktober 2007

Und wieder ein wunderschöner Sonntag!

(tut mir Leid – ich weiß, zuhause schneit’s)

Eigentlich wollten wir am Sonntag (mittlerweile schon fast eine Gewohnheit) zum Château Fontainebleau fahren. Aber nach einer halben Stunde Wartezeit am Ticketschalter am Gare de Lyon wurde uns mitgeteilt, dass dieser Zug wegen des Streiks nicht fährt. Streik? Noch immer? Anscheinend sind die Franzosen da recht hartnäckig. Gott sei Dank haben wir sonst keine Transferprobleme…

Naja, Paris ist ja recht groß und so sind wir eben als Ersatzprogramm erst einmal in den nahe liegenden Parc de Bercy gegangen und haben uns die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen.





(Aber wie man hier vielleicht sieht - frisch ist es schon!)



Bibliothèque de France Francois Mitterrand (das nenne ich wirklich einmal Bibliothek!)



Sind übrigens 4 Türme...



Und noch ein kurzer Spaziergang durch das Literatenviertel St.-Germain-des-Prés





und weiter mit schon bekannten Impressionen...

Die Idee hatten schon mehr Pariser...

Für Kunst ist immer ein Plätzchen in Paris frei!

Fit in den Tag!

Bitte vorher Eintrag zum Freitag lesen! (siehe unten)


Was auch immer Freitag Abend war, ich bin am Samstag mit einem kleinen ("Katerchen-")Frühstück am Centre Pompidou fast fit in den Tag gestartet. Und nach einer Dusche zuhause habe ich mich auch gleich wieder auf den Weg gemacht, um die geheimsten Winkel der Stadt zu erkunden:



Erst ein kleiner Spaziergang durch den Parc Monceau:



...dann ein kurzer Abstecher zum Canal St. Martin (der ist immer wieder schön)...



uns zum Abschluss ein Besuch des Parc Montsouris im Süden von Paris...



So, da lass ich mir nichts nachsagen, nach so einem ausgefüllten Tag! Blau war nämlich nur der Himmel...


(Das Rugby-Finalspiel England gegen Südafrika habe ich mir trotzdem gemütlich zuhause angeschaut!)

Frankreich im Rugbyfieber – oder auch nicht...

In Frankreich fand in den letzten Wochen die Rugbyweltmeisterschaft statt, und Paris war dafür quasi das Mekka (und es kamen viele Pilger…) Jedenfalls haben Les Bleus (die Franzosen) Samstag vor einer Woche leider das Halbfinalspiel gegen England verloren, aber eben am Freitag im kleinen Finale gegen Argentinien gespielt. Das mussten wir uns natürlich „live“ ansehen! Als wir aber in die Bar kamen, gab es kaum mehr Grund zur Hoffnung und es stand fest: sie verlieren – und zwar haushoch!
Unser Abend war aber trotzdem recht lustig und endete damit, dass Julia und ich bei Teresa geschlafen haben. Nein, also so weit hat es wirklich nicht gefehlt, aber wir waren gerade total ab vom Schuss, weit entfernt vom nächsten Nachtbus (der übrigens, wie ich am nächsten Tag von Manu erfahren habe, auch noch nicht regelmäßig ging => Streik!) und Teresa wollte uns nicht alleine nach Hause gehen lassen. Wäre, glaub ich, auch wirklich keine gute Idee gewesen, und wenn man die Option hat... Jedenfalls wurden wir bestens mit Decken, Polster und allem drum und dran ausgestattet und haben recht gut geschlafen. Danke, Teresa! ;-)



PS: Die späteren Bilder unterliegen übrigens der Zensur... ;-)

Freitag, 19. Oktober 2007

En France, c’est la grève!

Wie ihr vielleicht in den Nachrichten gelesen habt, wird in Frankreich wieder einmal gestreikt. (übrigens: grève = Streik) Grund dafür sind die geplanten Pensionsreformen von Sarkozy. Für uns hieß das ab Mittwoch Abend: Stillstand für den öffentlichen Verkehr in Paris! Keine Metro, keine Busse, keine RER…

Also, Motto am Donnerstag: per pedes zu Uni! Kein Problem, Wetter war schön und man hat ja sonst nichts Besseres zu tun… ;-)









Nach 1 ½ Stunden gemütlichen Fußmarsches endlich an der Uni angekommen, fand ich Manu alleine vor dem Seminarraum vor. Ja, das Verkehrsproblem traf natürlich auch die eine oder andere Unterrichtsperson – natürlich genau unsere und wie immer erfuhren wir davon nichts! Dann halt wieder zurück nach Hause!


En France, c'est la grève!

Tagsüber hat Paris eigentlich einen recht ruhigen und gemütlichen Eindruck gemacht, mit den vielen Fußgängern, Radfahrern, Inlineskatern,… Aber am Abend auf der Place de la Bastille erwartete uns plötzlich das Verkehrschaos (soll einem Fußgänger ja egal sein…) Was ist denn da los? Als wir dann bei unserer Place Leon Blum ankamen, hatten wir des Rätsels Lösung: Wo ein Streik, da auch eine Demo! Ach, deshalb die Straßensperre! Und diese Demo führte geradewegs quasi an unserer Haustür vorbei – von der Place de la République, vorbei an der Place Leon Blum, bis zur Place de la Nation. Landeskunde HAUTNAH!





Habe immer noch einen Ohrwurm von den Sprechchören. Na, bravo!

Heute spüren wir zwar immer noch die Nachwehen (die Metros verkehren noch nicht ganz regelmäßig), aber ich denke, das schlimmste wäre überstanden. Also keine Sorgen zuhause!