Freitag, 30. November 2007

Retour à Paris

Nach einer wunderschönen, ausgefüllten "Woche" zuhause bin im Montag Vormittag wieder nach Paris zurückgekehrt - mit einem lachenden und einem weinenden Auge (dahoam is hoit decht dahoam)... Mit neuen Energien auf in die letzten Wochen Frankreich!




An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass ich den Kurzurlaub zuhause so sehr genießen konnte! Ich weiß, die Zeit war etwas knapp, aber ich konnte sie gut nützen und habe mich über jede gemeinsame Minute mit euch gefreut! Danke! (auch für die Geburtstagsglückwünsche und -geschenke...!)


Und wie das nach einem Urlaub so ist, durfte ich mich am Dienstag, nach einer kleinen Galgenfrist am Montag, wieder in die Arbeit stürzen. Da war ich dann auch gut beschäftigt...


[Der Streik ist übrigens Gott sei Dank auch wieder vorbei, und braucht sich bis Mitte Jänner gefälligst auch nicht mehr blicken lassen!!! Und sollte euch die Nachricht über die Unruhen in einem Pariser Vorort erreicht haben: Uns geht es gut - bis in die Stadt ist noch nichts vorgedrungen.]


Am Mittwoch (nach unserem erfolgreichen Französisch-Referat bei der Funsn ;-) nahm ich mir die Zeit für einen ausgiebigen Wieder-Willkommensspaziergang in Paris. Und es ist so toll, wenn man sich ganz ohne Stadtplan, einfach nach Lust und Laune in einer Stadt bewegen kann...


Saint Sulpice


Das Innere von St. Germain des Près

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Traumwetter!


...und es weihnachtet sehr! Nur der Schnee fehlt - aber ich glaube, da können wir lange warten!


Und dann fand ich am Place des Vosges ein ganz besonderes kleines Geschäft. Da musste ich einfach rein! Mein Musikantenherz schlug höher!!! Und ich bekam sogar eine kleine Vorführung!



Am Donnerstag war ich untertags auch wieder mit Hausaufgaben eingedeckt, aber am Abend waren wir bei Julia (H.) zum Abendessen eingeladen: LASAGNE! Mmmmmh! Das große Fressen kann beginnen!


Und mit einem Gläschen Rotwein schmeckt es gleich nochmal so gut... ;-)




Und heute - bin ich auch wieder mit Hausaufgaben eindeckt! Also, schon ein wenig stressig, muss ich sagen. Naja, wie immer vor Weihnachten!

Also entschuldigt bitte, dass ich meinen "blogschen" Verpflichtungen erst so spät nachkomme...



Jetzt werde ich endlich nach Hause gehen und (Nach-)Mittag oder (Vor-)Abendessen. (Aber an "Manasch" fehlt es mir hier nicht, wie der eine oder andere von euch ja weiß... => zur Erklärung: "Essen" ist gemeint!)



Morgen werde ich mit Teresa nach Fontainbleau fahren (40 Minuten mit dem Zug von Paris entfernt). Dort befindet sich ein schönes Schloss. Hoffentlich hält das Wetter - Sonntag soll recht grausig werden => juhuuu, faulenzen!!!

Also schönes Wochenende!

Dienstag, 20. November 2007

AB NACH HAUSE!

Nur noch ein Test und wenige Stunden trennen mich von meinem Flug in die Heimat. Die Verkehrslage ist relativ günstig und mit der vielen Zeit, die ich mir vorsichtshalber eingeräumt habe, dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen. Drückt mir trotzdem die Daumen!

Heimat, ich komme! Juhuuuuu!

Freitag, 16. November 2007

Grève II: C’est la merde!

Es ist wieder einmal soweit: Streik in Frankreich! Aber dieses Mal streikt wirklich alles: Eisenbahn, Stadtverkehr in Paris, Studenten, Beamte – und sogar unser Abfluss in der Dusche… (Dieses Problem haben wir nach Einsatz von Abflussrohrreiniger und Manu’s Ausdauer mit der Saugglocke Gott sei Dank lösen können, bevor wir überschwemmt wurden – lustig war nämlich, dass nicht nur das Wasser nicht abfloss, sondern das Abwasser aus der Küche, der Waschmaschine und dem Waschbecken im Bad in der Dusche wieder an die Oberfläche kam…)

Hier Manu in Action




Jedenfalls begann der Streik im Transportwesen am Mittwoch, die Studenten in vielen Städten Frankreichs sind ja schon länger am Werk, was uns an der „Schule“ ja nicht betrifft.
Die wirklich sehr aufmerksamen Leser können sich vielleicht erinnern, dass ich am Mittwoch um 9:00 Französischkurs habe (für die, die das nicht mehr wissen: total egal). Und an diesem Mittwoch hätten Julia und ich Referat gehabt – wie ihr seht: hätten! Ihr ahnt vielleicht schon… Nachdem wir letzte Woche auf die Frage, ob denn der Kurs trotz Streik stattfindet, keine ordentliche Antwort bekamen (es ist ja nicht selbstverständlich, dass es das Lehrpersonal bei dieser Verkehrslage ans Institut schafft), hingen wir nun also ein wenig in der Luft (mein häufigstes Zitat in Bezug auf unsere Lehrerin: blede Funsn!). Hinzu kam noch, dass am Dienstag Abend eine Art Uniball stattfand. Es kursierten Gerüchte, dass Mittwoch Vormittag unterrichtsfrei sei, aber als verantwortungsvolle Studenten gingen wir der Sache nach und bekamen die Gerüchte bestätigt. Eigentlich wollten wir nur sichergehen, dass wir uns nicht eine Stunde zu Fuß an die Uni bemühen, um unser blödes Referat zu halten, und dann den Unterrichtsraum leer vorfinden. In diesem Falle aber: Happy End und freier Mittwoch!

Und was tat ich? Nein, diesmal keine Sightseeing-Tour. Überraschung: ich ging shoppen! Unglaublich, aber wahr! Muss ein guter Tag gewesen sein. Und ich bin Gott sei Dank auch fündig geworden und habe meine Garderobe ein wenig aufgestockt.



Da ich vorgestern eigentlich kein wirkliches Verkehrschaos entdecken konnte, war ich gestern doch ein wenig überrascht, was da in der Metro so alles los war. Katastrophe! Nur zur Info: Durchschnittlich ging eine U-Bahn von 5 – und man bedenke: In Paris gibt es viele Menschen! Und mit den Zügen in und um Paris und in ganz Frankreich ist es fast noch schlimmer. Jedenfalls entschied ich mich für die Nerven schonendere Variante und ging wieder einmal per pedes 1 Stunde zum Unterricht – der dieses Mal auch Gott sei Dank tatsächlich stattfand… Naja, dann hat sich der Fußmarsch wenigstens ausgezahlt.

Schönes Wetter hatten wir auch – ach, Paris ist halt immer wieder ein Foto wert!


Heute habe ich es gewagt und mich in die U-Bahn gequetscht. Es ging so - wer auf intensiven Körperkontakt steht... Mal schauen, wie sich das ganze weiterentwickelt. Solange ich am Dienstag halbwegs problemlos zum Flughafen komme... Drückt mir die Daumen!

Zur Info: Ab Dienstag Abend mache ich ja für knapp eine Woche (bis Montag in der Früh) „Urlaub“ zuhause (oder musikalische Berufsreise?). Das heißt natürlich auch Ferien für meinen Blog – den gibt es ja nur in Paris… Aber sollte jemand von euch Sehnsucht nach mir haben: Ich wäre dann auch telefonisch erreichbar! ;-) Freu mich schon!

Übrigens: Mittlerweile haben die winterlichen Temperaturen auch bei uns Einzug gehalten – freilich, Schnee gibt es hier keinen! Den genieße ich dann zuhause! Dann heißt es „warm anziehen“! Und wie ich gehört und gesehen habe, könnte ich mich bei meinem Kurzurlaub in der Heimat ja sogar schon auf die Brettln stürzen…

Also dann: Bis zum nächsten Mal!

Dienstag, 13. November 2007

Tête-à-Tête mit der High-Society

Nach einem wirklich faulen Samstag, startete ich aktiv in den Sonntag: mit einem kurzen Abstecher zum Louvre und einem schönen Sonntagsspaziergang entlang der Seine.



Nach einem leckeren Sonntagsmittagessen machten sich Manu und ich auf ins Musée Grévin. Und wen wir dort alles trafen, seht ihr hier:


Erst einmal ein kleiner Happen, bevor die Soirée beginnt



Bon soir, Monsieur Delanöe! (der Pariser Bürgermeister)

Wer findet Manu?

Saubere Arbeit! Wie echt, nicht wahr?

Zwiegespräch mit Jean-Paul Sartre: interessant!

Und das war mein Ende, äh, das Ende...

Na, alle erkannt? Wie ihr bemerkt habt, das Musée Grévin ist ein Wachsfigurenkabinett! Das mit den Ausstellungen haben sie wirklich drauf, die Franzosen! Einfach toll!


PS: Wenn ihr wüsstet: Ich sitze gerade im Unterricht... ;-)

Freitag, 9. November 2007

Sabrina & ich on Tour

Nachdem wir am Samstag feststellen mussten, dass die Busse um Limoges schon nach dem Winterfahrplan und also sonntags nicht mehr fuhren (das meinte ich mit ein bisschen "Pampa"), überlegten wir, welches nicht allzu fern gelegene Ziel wir zu einem akzeptablen Fahrpreis mit dem Zug ansteuern könnten. Der Reiseführer nannte uns ein kleines Städtchen namens Uzerche, das sogar 2 Sterne von 3 verdient hat. Uzerche? Kennen wir nicht, aber die Auswahl war nicht wirklich groß. Also nichts wie hin!



Nach einem spannenden Spaziergang vom Bahnhof in Richtung Zivilisation, entdeckten wir Uzerche, idyllisch auf dem gegenüberliegenden Hügel gelegen:



Ein schöner Anblick! Der Ausflug hat sich fast schon bezahlt gemacht...


Fast wie in Osttirol...


Bei einen kleinen Jause ließen wir nicht nur die Seele, sondern auch die Füße baumeln


Der historische Stadtkern war wirklich hübsch, aber doch recht beschaulich. Also lieszen wir uns die herbstliche Sonne ins Gesicht scheinen und machten, was wir schon so gut konnten: die Zeit totschlagen. Alles in allem aber ein gelungener Ausflug!

Montag:

Am nächsten Tag wollten wir in einen Nachbarort von Limoges in 13 Kilometer Entfernung fahren: Oradour-sur-Glane. Die Busse gingen wieder, wenn auch zu unangenehmen Zeiten, so zum Beispiel der späteste am Vormittag um 7:40 vom Stadtzentrum von Limoges (übrigens 6 Fahrgäste...) ! Nach einer halben Stunde Fahrt dort angekommen, tranken wir erst einmal eine heisze Schokolade in einer Bar (Gott sei Dank gab es in diesem Kaff überhaupt eine - keine Selbstverständlichkeit...)
Vielleicht fragt ihr euch, warum es uns ausgerechnet dorthin verschlug. Oradour ist ein Ort, der am 10. Juni 1944 von den deutschen Truppen komplett niedergebrannt wurde, nachdem sie die Einwohner hingerichtet haben (weitere Informationen findet ihr bitte im Internet...). Der Ort wurde neu aufgebaut, die Ruinen stehen aber immer noch als Mahnmal. In einer Ausstellung erfährt man die Hintergründe und Informationen über den 2. Weltkrieg und kann anschlieszend durch die Ruinen spazieren. Vielleicht nicht das romantischste Ausflugsziel, aber doch sehr interessant (und nachdem sich der Nebel verzogen hat, auch nicht mehr so gruslig...)


Und nach dem Mittagessen (wieder in der selben Bar...) noch eine kleine Nachspeise in der Sonne, in diesem Fall musste der Straßenrand herhalten...



Am Dienstag habe ich kurzentschlossen die Gelegenheit am Schopf gepackt und bin mit Freunden von Sabrina und natürlich Sabrina selbst nach La Rochelle an die Atlantikküste gefahren (mit dem Auto!!!). Nach einem Teller Moules frites (Miesmuscheln mit Pommes - so ein Faux Pas kann nur aus Belgien kommen, schmeckt aber gut) zog es uns natürlich ans Meer. Traumhaft schön und angenehm warm!


Am späteren Nachmittag ging es für mich mit dem Zug (ab Poitiers mit dem TGV) zurück nach Paris. Ich habe die Tage sehr genossen und konnte tatsächlich mit neuen Energien in die Stadt "heim"fahren. Danke, Sabrina! Schön wars!