Nachdem wir am Samstag feststellen mussten, dass die Busse um Limoges schon nach dem Winterfahrplan und also sonntags nicht mehr fuhren (das meinte ich mit ein bisschen "Pampa"), überlegten wir, welches nicht allzu fern gelegene Ziel wir zu einem akzeptablen Fahrpreis mit dem Zug ansteuern könnten. Der Reiseführer nannte uns ein kleines Städtchen namens Uzerche, das sogar 2 Sterne von 3 verdient hat. Uzerche? Kennen wir nicht, aber die Auswahl war nicht wirklich groß. Also nichts wie hin!
Nach einem spannenden Spaziergang vom Bahnhof in Richtung Zivilisation, entdeckten wir Uzerche, idyllisch auf dem gegenüberliegenden Hügel gelegen:
Der historische Stadtkern war wirklich hübsch, aber doch recht beschaulich. Also lieszen wir uns die herbstliche Sonne ins Gesicht scheinen und machten, was wir schon so gut konnten: die Zeit totschlagen. Alles in allem aber ein gelungener Ausflug!
Montag:
Am nächsten Tag wollten wir in einen Nachbarort von Limoges in 13 Kilometer Entfernung fahren: Oradour-sur-Glane. Die Busse gingen wieder, wenn auch zu unangenehmen Zeiten, so zum Beispiel der späteste am Vormittag um 7:40 vom Stadtzentrum von Limoges (übrigens 6 Fahrgäste...) ! Nach einer halben Stunde Fahrt dort angekommen, tranken wir erst einmal eine heisze Schokolade in einer Bar (Gott sei Dank gab es in diesem Kaff überhaupt eine - keine Selbstverständlichkeit...)
Vielleicht fragt ihr euch, warum es uns ausgerechnet dorthin verschlug. Oradour ist ein Ort, der am 10. Juni 1944 von den deutschen Truppen komplett niedergebrannt wurde, nachdem sie die Einwohner hingerichtet haben (weitere Informationen findet ihr bitte im Internet...). Der Ort wurde neu aufgebaut, die Ruinen stehen aber immer noch als Mahnmal. In einer Ausstellung erfährt man die Hintergründe und Informationen über den 2. Weltkrieg und kann anschlieszend durch die Ruinen spazieren. Vielleicht nicht das romantischste Ausflugsziel, aber doch sehr interessant (und nachdem sich der Nebel verzogen hat, auch nicht mehr so gruslig...)


Und nach dem Mittagessen (wieder in der selben Bar...) noch eine kleine Nachspeise in der Sonne, in diesem Fall musste der Straßenrand herhalten...
Und nach dem Mittagessen (wieder in der selben Bar...) noch eine kleine Nachspeise in der Sonne, in diesem Fall musste der Straßenrand herhalten...
Am Dienstag habe ich kurzentschlossen die Gelegenheit am Schopf gepackt und bin mit Freunden von Sabrina und natürlich Sabrina selbst nach La Rochelle an die Atlantikküste gefahren (mit dem Auto!!!). Nach einem Teller Moules frites (Miesmuscheln mit Pommes - so ein Faux Pas kann nur aus Belgien kommen, schmeckt aber gut) zog es uns natürlich ans Meer. Traumhaft schön und angenehm warm!
Am späteren Nachmittag ging es für mich mit dem Zug (ab Poitiers mit dem TGV) zurück nach Paris. Ich habe die Tage sehr genossen und konnte tatsächlich mit neuen Energien in die Stadt "heim"fahren. Danke, Sabrina! Schön wars!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen